Die Theke:
Man sitzt mitten im Geschehen und fühlt sich einfach sauwohl. Es gibt einfach fast alles was trinkbar ist. Vor allem das reichhaltige Angebot an verschiedenen Whiskys sollte man genau unter die Lupe nehmen. Übrigens, rechts von der Theke sitzen die, die immer do sitzen (lebendes Inventar).

Der Chef:
Das ist Walter Kubatschek (Kuba). Er unterhält die Kneipe und das Oberhaus schon seit über 20 Jahren. Als passionierter Whisky-Kenner berät er gerne jeden der es wagt einen Whisky zu bestellen.

Draußen:
Im Sommer kann man auch draußen sitzen. "Sehen und gesehen werden" heißt das Motto. Die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, ein Weizenbier trinken und dem geschäftigen Treiben auf der Straße zuschauen. Was will man mehr?

Auszug aus "Wo die Nacht den Doppelkorn umarmt" von Peter Polaroid
(satirischer Kneipenführer Mainz Ausgabe 2002)

Sonntag abend. Es ist bereits dunkel. Nebel zieht die Straße herauf. Aus der Ferne hört man das hohle "Uhu" eines Uhus. Doch niemand hier achtet darauf. Alle starren wie gebannt auf den flimmernden Bildschirm, wo sich wie jeden Sonntag die epischen Erlebnisse der Beimers und der anderen Bewohner der Lindenstraße abspielen. Dann endlich der Abspann. die Mitglieder des Vereines, Schnitzelfreunde, deren allwöchentliches Ritual wir gerade beobachteten, machen sich auf den Weg, um in akribischer Kleinarbeit, mit hohem persönlichen Einsatz und nichtnachlassender Entschlossenheit die Welt der Schnitzel zu erforschen. Sie werden nicht eher ruhen, bis sie das beste Schnitzel der Welt gefunden haben, oder wenigstens das beste der Gegend um Alzey. Natürlich sind sie nicht die einzigen Gäste. Nein, auch ein Hexen- und Heidenstammtisch trifft sich hier regelmäßig. Angeblich kommen sie zuweilen mit dem Auto oder zu Fuß, aber meistens, da bin ich sicher, reiten sie auf ihren Besen durch die Nacht. Hoffentlich gibt das keinen Hexenschuss. Aber vielleicht haben die Hexen schon einen Schuß. Das Publikum hat noch jeden Trend überstanden. Dabei zeigt es keine Spur von Kleingeistigkeit, Biederkeit oder Spießigkeit. Der Besuch lohnt sich allemal, selbst wenn Sie nicht an Schnitzel oder Hokuspokus interessiert sind. Das Panoptikum der unterschiedlichsten Charaktere ist immer unterhaltsam. Und über der Kneipe tobt der Rock 'n' Roll-Bär im Oberhaus. Hey hey, my my.
SACHEN GIBT'S...